Offenes Forschungsprojekt

Multiwellen-Oszillator nach Lakhovsky. Offene Konstruktion.

Wir bauen den Apparat aus den 1930er Jahren nach, messen ihn mit echten Instrumenten und veröffentlichen alles: Pläne, Stückliste, Oszillogramme. Fertige Geräte gibt es heute nur auf Anfrage, die Konstruktion ist Betriebsgeheimnis.

Gesammelt
0 €
Ziel: 25.000 €
0.0 %0 Teilnehmer
037575011251500 MHzdBm≈45 MHz — outer ring

Reale Messungen an Geräten dieser Klasse: Breitbandrauschen 0–1500 MHz, Antennenresonanzen ab ≈45 MHz, Tesla-Spulen ab ≈3,3 MHz, Impulsfolge 800–4000 Hz. Schematische Darstellung — exakte Oszillogramme werden nach der Vermessung publiziert.

Der vergessene Zweig

Die Medizin des 20. Jahrhunderts hat einen gewaltigen Sprung gemacht. Einige Ansätze der frühen Biophysik wurden nach den 1940er Jahren kaum weiter untersucht. Für den Multiwellen-Oszillator gibt es bis heute keine Studie nach modernem Standard.

Eine dieser Richtungen sind die Arbeiten von Georges Lakhovsky (1869–1942), einem russisch-französischen Ingenieur. Er vermutete, dass sich jede lebende Zelle wie ein Schwingkreis verhält: der Kern mit seinen Nukleinsäure-Fäden als Induktivität, die Membran als Kapazität.

Ab 1931 liefen Lakhovsky-Apparate in Kliniken in Paris und New York. Berichte, Publikationen und das US-Patent 1 962 565 sind erhalten. Dann kamen der Krieg, Lakhovskys Tod 1942, die Beschlagnahmung der Geräte durch die US-Aufsicht — und fast 80 Jahre Stille.

Theorie →

Warum das 80 Jahre niemand richtig geprüft hat

Es fehlt das Prüfobjekt: Geräte sind kaum erhältlich, Baupläne geschlossen, Messdaten nicht veröffentlicht.

01
Das Gerät ist unzugänglich
Hochwertige Repliken fertigen weltweit nur wenige Werkstätten. Die kroatische RT17 wird laut Hersteller auf Anfrage gebaut, mit 75–85 Arbeitstagen Wartezeit und Preis auf Anfrage. Die Schweizer RKM5/RKMH5 sind nicht im freien Verkauf.
02
Die Konstruktion ist geschlossen
Kein Hersteller veröffentlicht Schaltung, Ringmaße der Antennen, Funkenstrecken-Abstand oder Kondensatorbatterie. Betriebsgeheimnis. Niemand kann ein zweites Gerät bauen und vergleichen — Reproduzierbarkeit existiert nicht.
03
Messungen fehlen fast völlig
Frei zugänglich gibt es keine brauchbaren Spektrogramme, keine Impuls-Oszillogramme, keine Feldkarten um die Antennen. Über ein Gerät zu streiten, dessen Kennwerte niemand publiziert hat, ist sinnlos.
04
Das Feld ist mit Versprechen zugewuchert
Die Suche nach „Lakhovsky“ liefert vor allem Heilversprechen und günstige Anhänger, aber kaum Messdaten. Wer seriös messen will, findet keine Grundlage.

Solange niemand ein Gerät offen vermisst, lässt sich die Frage nicht beantworten. Das ändern wir.

Fünf Schritte bis zum offenen Messprotokoll

1.Referenzgerät kaufen
Wir erwerben ein Seriengerät eines etablierten Herstellers. Es dient als Referenz für alle Messungen.
2.Messen
Oszilloskop, Spektrumanalysator, HV-Teiler, Feldsonden, Wärmebildkamera. Wir nehmen das vollständige Bild auf: Spektrum, Impulsform und -frequenz, E- und H-Feld-Verteilung, Abhängigkeit von Funkenstrecke und Spannung. Rohdaten werden publiziert.
3.Analog bauen
Wir bauen eine eigene Anlage und bringen ihr Signal mit dem Referenzgerät zur Deckung: in Spektrum, Amplitude und Hüllkurve, innerhalb der Messunsicherheit. Die Übereinstimmung zeigen wir mit überlagerten Spektren und Oszillogrammen.
4.Alles veröffentlichen
Zeichnungen, 3D-Modelle, vollständige Stückliste mit Artikelnummern und Lieferanten, Messprotokolle, Aufbauvideos. Offene Lizenz. Jeder mit Werkstatt und Händen kann es nachbauen.
5.Zugänglich machen
Eine Serie für Projektteilnehmer zum Selbstkostenpreis plus Arbeit — ohne den mehrfachen Aufschlag, der das Gerät heute unzugänglich macht.

Drei Aufgaben, in strenger Reihenfolge

Aufgabe 1
3 Monate
Referenzgerät und Analyse
Das Seriengerät gemeinsam kaufen: Allein ist es für die meisten unerschwinglich, gemeinsam reichen kleine Beiträge. Alle Kennwerte aufnehmen und offen veröffentlichen.
Aufgabe 2
6–9 Monate
Analog für die Teilnehmer
Einen verifizierten Nachbau fertigen, dann eine Serie für alle, die beigetragen haben. Zielpreis 3 500–4 500 € pro Gerät, ≈1 500 € für den Bausatz. Die Pläne: gratis für alle.
Aufgabe 3
ab 12 Monaten
Agro-Version
Produktion von Anlagen für die Landwirtschaft: Saatgut, Wasser, Gewächshäuser. Keine Medizinregulierung, messbarer Nutzen — Keimung, Ertrag, Zuwachs — und ein Kunde, der den Effekt in Zahlen rechnet.

Die Reihenfolge ist kein Zufall: Aufgabe 3 ist die einzige, die das Projekt dauerhaft trägt — aber sie braucht ein fertig vermessenes Gerät.

Agro →

Was drinsteckt

Der Multiwellen-Oszillator ist Funkentechnik der 1930er Jahre: Funkenstrecke, zwei Tesla-Spulen und ein Paar Lakhovsky-Antennen aus konzentrischen, offenen Ringen verschiedener Metalle.

Signalweg: Netz → Stelltrafo → HV-Trafo (zig kV) → Kondensatorbatterie mit Drosseln → V-Funkenstrecke (Wolfram, 800–4000 Hz) → Tesla-Spulen (Resonanzen ab ≈3,3 MHz) → Antennen (äußerer Ring ≈45 MHz, Summenspektrum bis über 1000 MHz). Die zweite Antenne läuft gegenphasig, das Objekt steht im Feld dazwischen.

Besonderheit: Die elektrische Feldkomponente ist stark, die magnetische schwach — das unterscheidet den MWO grundsätzlich von Magnetfeldgeräten (PEMF), mit denen er oft verwechselt wird.

Gerät →

Was bekannt ist — und was nicht

Belegt

Lakhovsky existierte, publizierte und erhielt 1934 das US-Patent 1 962 565. Die Apparate wurden in Kliniken der 1930er eingesetzt, Berichte sind erhalten. Die Anlage strahlt ein messbares Breitbandfeld ab.

Grauzone

Historische Klinikberichte der 1930er: ohne Kontrollgruppen, Ergebnisse in Worten statt Messwerten, dazu zahlreiche anekdotische Einzelberichte. Nach heutigen Maßstäben nicht belegt, aber auch nicht widerlegt.

Nicht belegt

Die Zellschwingkreis-Hypothese ist von der modernen Zellbiologie nicht akzeptiert. Klinische Studien mit Kontrollgruppe, Verblindung und Peer-Review existieren nicht. Ein Wirkmechanismus ist nicht nachgewiesen.

Evidenz →

Hochspannung und Funkstörungen

Hochspannung

Im Inneren der Anlage liegen zig Kilovolt an. Das ist kein Spielzeug und nicht „für alle sicher“. Pflicht sind Deckelverriegelung, Entladewiderstände, FI-Schutz, Abschalttimer, Gehäuseerdung und Lüftung (Ozon/UV).

Funkstörungen

Ein Funkensender verschmutzt den Äther bauartbedingt breitbandig: durchgehendes Rauschen ≈0–1500 MHz, in 5 m Abstand ≈−45 dBm. Eine laufende Anlage stört den Funkempfang im Umkreis von ≈100 m; Funkensender sind seit den 1930ern international verboten. Die Lösung: geschirmter Raum / Faradayscher Käfig — als eigene Position im Budget.

Wer dir so ein Gerät „für den Hausgebrauch“ anbietet und kein Wort über Schirmung verliert, hat dir entweder nicht alles gesagt oder weiß es selbst nicht.

Sicherheit →

Wohin das Geld geht

Der Kostenplan ist bis zur letzten Position offen, auch bei der Zeile, über die sonst geschwiegen wird: der Bezahlung der Arbeit des Autors. Ein Jahr Ingenieursarbeit lässt sich nicht nebenbei erledigen. Das Honorar steht deshalb als eigene Zeile im Kostenplan: 12 × 1 800 €.

Budget und Berichte →
Referenzgerät + Messkomplex13.400 €
Prototyp-Analog11.500 €
Sicherheit / EMV9.000 €
Dokumentation + Publikation5.500 €
Arbeit des Autors, 12 Monate21.600 €
Reserve 10 %6.100 €
Zahlungsgebühren ~5 %3.400 €
Summe70.500 €

Stufen der Unterstützung

Leser
Gratis
Bibliothek und Journal. Gratis, ohne Registrierung.
Zeuge
15 €
Name in der Teilnehmerliste, geschlossener Newsletter.
Beobachter
40 €
+ Frühzugang zu Rohdaten vor Veröffentlichung.
Mitwirkender
120 €
+ Vollständige Baupläne gedruckt, Zugang zu Arbeitsdiskussionen.
Antennen
450 €
Fertiger Antennensatz Lakhovsky — eigenständiges Objekt.
Bausatz
1.500 €
Komplettbausatz: Bauteile, gewickelte Spulen, Antennen, Anleitung.
Forschungsgerät
20/20
3.900 €
Forschungsgerät aus der ersten Serie für den Betrieb in geschirmter Umgebung. Abgabe erst nach Konformitätsprüfung (CE, Funk, EMV); bis dahin reserviert.
Agro-Version
7.500 €
Anlage für Gewächshaus/Betrieb + Montage vor Ort.
Partner
15.000 €
Partnerschaft für Fertigung und Eigenmarke, Konditionen im persönlichen Gespräch. Kein öffentliches Angebot von Vermögensanlagen.
Mitmachen
Unterstützen geht nicht nur mit Geld

Das Projekt sucht: HF-Ingenieur · EMV- und Messtechnik-Spezialist · Jurist für internationalen Gerätehandel · Videooperator · Übersetzer (EN/DE) · Testfläche für Pflanzenversuche · Werkstatt. Sachbeiträge zählen gleichwertig zu Geld.

Erstquellen, über Jahre gesammelt

Originalarbeiten Lakhovskys auf Französisch, Englisch, Deutsch und Italienisch, das US-Patent 1 962 565, deutsche HF-Handbücher 1927–1960 und Material zur Elektrokultur. Die Sammlung wächst schrittweise auf rund 50 Dokumente. Offen und kostenlos, ohne Registrierung.

Bibliothek →

Alles passiert öffentlich

Alle zwei Wochen ein Bericht: was gebaut, was gekauft, was ausgegeben, was schiefging. Oszillogramme erscheinen am Tag der Aufnahme. Fehler werden ausführlicher beschrieben als Erfolge — sie nützen mehr.

Journal →
8 000 €

Ein Gerät, das sich allein kaum jemand leistet, finanzieren viele gemeinsam. Pläne und Messdaten stehen danach unter offener Lizenz (CERN-OHL bzw. CC BY-SA).

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